Weihnachten muss sich im Herzen ereignen

06.12.2025 |

Acher- und Bühler Bote, 06.12.2025, Roland Spether
 
Bernd Kopps Beruf als Mesner und Hausmeister in der katholischen Kirchengemeinde erfüllt ihn mit Freude
 
Mein Beruf als Mesner und Hausmeister erfüllt mich mit Freude. Ich begegne täglich den unterschiedlichsten Menschen, welche die Kirche „Unserer lieben Frau“ aufsuchen. Oft komme ich mit ihnen ins Gespräch und wir können uns kurz über die verschiedensten Themen austauschen.

Ich habe Glück, in einem tollen Team von Kollegen zu sein, wo jeder jedem hilft und ein offenes Ohr für den anderen hat. Das ist für mich eine große Bereicherung und Erleichterung im Alltag, gerade im Hinblick auf die heutige Zeit, in der es viele Krisen und Kriege in der Welt gibt.
Ich mache mir schon große Sorgen, was noch alles auf uns und unsere Kinder zukommt. Der Krieg in der Ukraine ist nicht weit weg von uns, das belastet mich schon und macht mir auch etwas Angst.
Viel denke ich auch über wichtige Dinge im Leben nach. Harmonie und Frieden sind maßgeblich für meine Familie und mich. Die Ruhe des Waldes vor meiner Haustür in Ottenhöfen ist mir wichtig, ebenso ein Blick ins Tal vom Balkon aus. Mit einem Glas Wein in der Hand kann ich dabei tief durchatmen und Kraft tanken. Mir bedeutet es sehr viel, an Weihnachten einfach abzuschalten, mit der Familie zusammen zu sein und mich geborgen zu fühlen. 
Erfüllung aus den Vorbereitungen
Als Mesner der Acherner Pfarrkirche, die in diesem Jahr 200 Jahre alt wurde, freue ich mich besonders auf die besinnliche Adventszeit und die schönen Gottesdienste. Es macht mir viel Freude, die Vorbereitungen in der Kirche zu treffen und den Adventskranz, die Christbäume und die Krippe aufzustellen.
Dann ist Weihnachten, wenn ich an Heiligabend in strahlende Kinderaugen blicken darf und wenn die Geburt des Jesuskindes gefeiert wird. Dann erfahre ich, dass hier in dem Moment Frieden ist.
Jedem Menschen auf Erden wünsche ich die Botschaft von Weihnachten im Herzen, so wäre die Welt ein Stück friedvoller. Ich wünsche allen Menschen Zufriedenheit und Gesundheit für das kommende Jahr 2026.
Für unsere große Kirchengemeinde St. Cyriak wünsche ich mir ein gutes Zusammenwachsen und ein erfolgreiches Miteinander, damit eine lebendige Gemeinschaft entstehen kann. Vor allem den Verantwortlichen wünsche ich viel Kraft, Durchhaltevermögen und Gottes guten Segen.
Wenn an Heiligabend der Christbaum leuchtet und Kinderaugen glänzen, dann ist für den Mesner Bernd Kopp Weihnachten. Foto: Roland Spether