Entpflichtung von Ottmar Spinner als Diakon

11.03.2026 |

Im Sonntagsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Cyriak ließ sich Ottmar Spinner (75 Jahre)  vom verpflichteten Dienst als Diakon offiziell entbinden.

19 Jahre hat er diesen Dienst in der Seelsorgeeinheit Oberkirch ausgeübt. Ganz verabschiedet hat er sich aber nicht von den Oberkircher Katholiken. Er wird auch mit der neuen katholischen Kirchengemeinde Oberkirch verbunden bleiben und sich  - wenn auch im geringeren Umfang - engagieren. In seiner Ansprache bekundete Spinner, dass er "den heutigen Tag nicht als Ende sieht, sondern als Neustart seines Diakonats empfindet". Tatsächlich wird er im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin ehrenamtlich als Diakon, insbesondere caritativ, wirken. Menschen, zu denen er eine besondere Beziehung hat, wird er auch künftig bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen begleiten. Versprochen hat er, den närrischen Gottesdienst mit seiner Fasentpredigt zu bereichern.
In seinem Diakonatsdienst habe er aus kostbaren Augenblicken schöpfen können, die ihm im Leben und Alltag mit Gott an der Seite halfen, den Menschen Gott nahezubringen und seinen Geist in der Welt lebendig werden zu lassen. Unterstützt wurde er von seiner Frau Bärbel, seiner Familie, Freunden und vielen Weggefährten in der Seelsorgeeinheit (SE) Oberkirch, denen er großen Dank aussprach.
Die Gottesdienstbesucher dankten Diakon Spinner mit lang anhaltendem, stehenden Beifall. Langjähriger Weggefährte und ehemaliger Pfarrgemeinderatsvorsitzender der SE Oberkirch, Achim Huber, warf stellvertretend für die Pfarrgemeinde einen "dankbaren Blick zurück auf Spinners Wirken als Diakon" in den fast zwei Jahrzehnten Zusammenarbeit. Spinner sei nicht nur ein würdiger Diener des Evangeliums gewesen, sondern habe auch in den Predigten ein persönliches Zeugnis abgegeben.
 
Für viele Menschen sei er in den beiden Gemeindeteams Oberkirch und Ringelbach als Seelsorger ein wichtiger und wertvoller Begleiter und Gesprächspartner gewesen. Zuhörend, mitfühlend, verständnisvoll, den gemeinsamen Weg suchend. Beispielgebend habe die Gruppe "Diagonal", in der Spinner mitwirkte, den Nudelsonntag organisiert, von dessen  Gaben viele Menschen im Tafelladen ein konkretes Zeichen der Nächstenliebe erfahren haben. Auch habe die Gruppe für die Bewohner der Lebenshilfe-Wohneinrichtungen regelmäßig gesellige Nachmittage organisiert. Für den neuen Lebensabschnitt wünschte Huber Ottmar Spinner: "Bleib so wunderbar diakonisch, wie du bist".