Neues Gemeindeteam Nußbach startet mit Segnungsfeier in seinen Dienst

29.04.2026 |

Neun Ehrenamtliche übernehmen Verantwortung – Meditation statt Predigt
 

Oberkirch-Nußbach – Im Rahmen eines besonderen Gottesdienstes ist kürzlich das neue Gemeindeteam der Gemeinde St. Sebastian Nußbach offiziell in seinen Dienst gestartet. Pfarrer Bold zelebrierte die Eucharistiefeier, in deren Mittelpunkt die Segnung der neun Frauen und Männer stand, die künftig das kirchliche Leben im Dorf mitgestalten und mitverantworten werden.
Anstelle einer klassischen Predigt hatte eine Gruppe des neuen Gemeindeteams eine Meditation zum Thema des Tagesevangeliums vorbereitet. In mehreren kurzen, abwechselnd vorgetragenen Gedanken machten sie deutlich, wie sehr die biblische Erzählung vom gemeinsamen Unterwegssein und vom Erkennen Christi im Alltag auch heute Orientierung geben kann. Die Gemeinde hörte aufmerksam zu – ein stiller, intensiver Moment, der den besonderen Charakter dieses Gottesdienstes deutlich machte.
„Wir wollen Kirche hier im Dorf lebendig halten“
Am Schluss des Gottesdienstes segnete Pfarrer Bold das Team feierlich für seinen gemeinsamen Dienst. Jedes Mitglied erhielt zudem ein kleines süßes Präsent mit dem Spruch „Du sollst ein Segen sein“ – ein symbolisches Dankeschön für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Sprecherin des neuen Gemeindeteams ist Claudia Huber, ihr Stellvertreter ist Martin Schappacher. Weitere Mitglieder sind Marianne Vollmer, Wilfried Wurth, Martin Bagorda, Irmgard Feger, Helena Männle, Lydia Vollmer und Andrea Schinowski.
Alle waren sich nach der Feier darin einig, wie wichtig ihnen die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist. „Wir wollen Kirche hier im Dorf lebendig halten“, sagte die Sprecherin Claudia Huber. „Dass sich neun Menschen gefunden haben, die sich einbringen möchten, ist ein starkes Zeichen.“
Martin Bagorda, der auch Mitglied des Pfarreirats ist, ergänzte: „Wir möchten zuhören, begleiten und neue Impulse setzen. Kirche lebt davon, dass viele mitmachen.“
 
Ein Modell mit Zukunft
Mit der Einführung des Gemeindeteams setzt die Erzdiözese Freiburg ihren Kurs fort, Verantwortung stärker auf Ehrenamtliche zu verteilen. Hintergrund sind der Rückgang hauptamtlicher Seelsorger und der Wunsch, das kirchliche Leben vor Ort breiter aufzustellen.
Das Team wird künftig unter anderem:
  • Feste und Begegnungen organisieren
  • Gottesdienste und Wort-Gottes-Feiern mitgestalten
  • ansprechbar für Familien, Senioren und Vereine sein
  • spirituelle Angebote entwickeln
  • das Gemeindeleben im Dorf vernetzen
Ein Gemeindeteam ist allerdings kein Ersatz für Priester oder Hauptamtliche. Es ist ein Ausdruck gelebter Mitverantwortung. Denn Kirche lebt dort, wo Menschen ihren Glauben teilen und füreinander da sind.
 
Ein gemeinsamer Weg beginnt
Die ersten Sitzungen haben bereits stattgefunden, Aufgaben wurden verteilt und Schwerpunkte festgelegt. Schon jetzt ist klar: Die neun Ehrenamtlichen wollen Bewährtes fortführen und zugleich neue Wege gehen.
„Wir starten mit viel Motivation“, sagte Sprecherin Huber. „Und wir freuen uns über jede und jeden, der uns auf diesem Weg begleitet.“